Klettern ohne Sicherung - Bouldern in Bremen
Die Kletter-Disziplin Bouldern wird an Felswänden oder Kletterwänden ohne Sicherung durchgeführt.
Bouldern ist am echten Fels oder Felsblöcken und an künstlichem Fels und Kletterwänden möglich. Auch das Klettern über dem Wasser, das sogenannte Deep Water Soloing, gehört zum Bouldern. Das Wasser soll in diesem Fall einen Sturz abfangen. Für das Bouldern gilt nicht die Drei-Punkt-Regel nach der der Kletterer immer an drei Punkten Kontakt mit dem Felsen haben soll – die Bewegungen beim Bouldern sollen dynamisch sein. Auf diese Weise kann der Schwung einer Bewegung bereits für die nächste genutzt werden.
Beim Bouldern gibt es keine Sicherung, trotzdem ist eine entsprechende Ausrüstung nötig. Zum Bouldern werden Kletterschuhe mit einer guten Haftreibung genutzt, ein Beutel mit Magnesia um einen besseren Griff beim Klettern zu haben, sowie eine Bouldermatte. Letztere wird unter die Stelle gelegt an der geklettert wird um eventuelle Abstürze aufzufangen. Um kleinere Verletzungen zu behandeln und vorzubeugen ist zudem das Tapen erlaubt. Für Bouldern mit einem besonders hohen Schwierigkeitsgrad können sogenannte Spotter zur Hilfe kommen. Ihr Aufgabe ist es, die Kletternden mit den Händen zu lenken und bei Stürzen zu versuchen, einen Aufprall auf Kopf und Rücken abzuwenden. Sie fangen die Kletterer allerdings nicht auf, sie lenken sie lediglich um. Auch versuchen sie unter Umständen unaufmerksame Zuschauer aus der Gefahrenzone zu bringen, denn ein stürzender Kletterer kann auch andere schwer verletzen.
Die Disziplin des Boulderns wurde vor allem durch den US-Amerikaner John Gill und den deutschen Kletterer Wolfgang „Flipper“ Fietz bekannt. Gill entwickelte bereits in den 50er und 60er Jahren neue Techniken für das Klettern. Fietz legte dann durch das ausbouldern als nicht kletterbar geltender Bereiche in der Fränkischen Schweiz in den 70er Jahren die Grundsteine für den Aufstieg des Boulderns in den den 90er Jahren. Bekannte Bouldergebiete sind beispielsweise die Frankenjura und Kochel in Bayern, das Zillertal im österreichischen Tirol, sowie Bishop im US-amerikanischen Kalifornien.
In Bremen kann man auch sehr gut Bouldern. Es gibt z.B. die Boulderhalle Linie 7 oder auch den Kletterbunker. Wer noch ein gute Ausrüstung braucht, der brauch in Bremen auch nicht lange suchen. Kletterausrüstungen kauft man in Bremen bei www.ras-klettershop.de. RAS sitzen an der Museumstraße am Hauptbahnhof Bremen, die Leute dort sind Industriekletterer und stehen bei Fragen rund ums Klettergerät gerne zur Seite.